Bahnhof Röbel (Meckl)*
Unser Heimatbahnhof

*) Röbel (Meckl) ist kein Schreibfehler, sondern die bahnamtliche Bezeichnung
für unseren Bahnhof im Gegensatz zum Namen unserer Stadt Röbel/Müritz

Unser Heimatbahnhof wurde im Jahr 1898 erbaut und ging mit der Aufnahme des Güterverkehrs am 05.04.1899 in Betrieb. Zum Bahnhof gehören das Empfangsgebäude (Bild), die neue Bahnmeisterei (heute Wohnhaus des letzten Röbeler Lokführers) sowie das Bahnmeisterhaus (Bild unten) und der Lokschuppen mit Wasserturm, der einmal die Heimat für 1-2 Dampf- und Dieselloks war. Der Zahn der Zeit und z.T. auch die Mangelwirtschaft in der ehemaligen DDR haben unserem Bahnhof stark zugesetzt. So wurden bei einer Dacherneuerung in den 70er Jahren die Dachüberstände am Bahnhofsgebäude abgeschnitten, um die instandzuhaltende Dachfläche zu verkleinern. Dadurch wurde das Fachwerk der Witterung ausgesetzt, so dass wir heute einen erheblichen Sanierungsbedarf haben. Unser Ziel ist es, das Bahnhofsgebäude wieder in den Zustand zu versetzen, in dem es vor der "Verstümmelung" war.

Unter den gegenwertigen, nach unserer Auffassung verfehlten verkehrspolitischen Bedingungen haben letztlich auch die für Mecklenburg typischen Stichbahnen keine Chance. Folgerichtig wurde bereits 1993 für die Strecke Röbel-Ganzlin durch die damalige Deutsche Reichsbahn die Stillegung beantragt. Bis zur tatsächlichen Stillegung vergingen aber immerhin noch 12 jahre, so dass erst zum 1. März 2005 die endgültige Stillegung erfolgte. Mit dem letzten Zug am 28.02.2005 gelang es uns, noch eine große Anzahl von zukünftigen Exponaten nach Röbel zu bringen, so dass unser Bahnhof im Moment aus allen Nähten platzt.

Seit nunmehr über 15 Jahren haben wir versucht, die Strecke Röbel-Ganzlin von der DB AG käuflich zu erwerben. Nachdem die Verhandlungen zunächst sehr erfolgreich verliefen (es gab sogar schon einen paraphierten Vertrag über einen Kaufpreis von 51.000 €), ist durch wechselnde Zuständigkeiten bei der DB der Kauf ins Stocken geraten. Im Juli 2006 hat sich die DB dann entschlossen die Strecke erneut zum Kauf auszuschreiben und dabei einen Mindestpreis von 135.000 € festgesetzt, ein Preis, der die finanziellen Möglichkeiten unseres Vereins bei weitem übersteigt. Die Strecke ging im September 2006 an ein Unternehmen, das lediglich daran interessiert war, die ersten 3 km in Ganzlin weiter zu betreiben und den Rest der Strecke abzureissen und zu verschrotten. Diesen Bemühungen hat das Eisenbahnbundesamt im Sommer 2008 jedoch einen Riegel vorgeschoben, indem es die dafür erforderliche "Entwidmung" der Strecke abgelehnt hat. Mit diesem Unternehmen laufen jetzt Verhandlungen, damit wir den Kauf jetzt doch noch realisieren zu können. Den aktuellen Stand können sie unter dem Menüpunkt "Fotos + Berichte"sehen. Nach wie vor planen wir in den Sommermonaten jeweils Samstags und Sonntags 2 Zugpaare. Den voraussichtlichen Fahrplan finden Sie unter dem Menüpunkt "Touristik / Fahrprogramm".

In den Wintermonaten (November - März) finden Führungen nur nach Abspache statt. Im April und Mai ist unser Bahnhof an den Wochenenden besetzt. Von Juni bis Oktober sind wir täglich für Sie da. Wir veranstalten Führungen auf dem Museumsgelände und geben unseren Besuchern einen Einblick in die Geschichte der Eisenbahn. Besondere "Highlights" sind dabei unsere einzigartige Sammlung vom Wasserkränen, sowie unser Lokschuppen und unser Wasserturm neben einer Vielzahl von interessanten Wagen, Dampf- und Dieselloks der ehemaligen DR, sowie ausgewählten Fahrzeugen von Werksbahnen. Besondere Aufmerksamkeit findet auch immer unsere Dampflok 50 3638, die sich im fortgeschrittenen Stadium der Aufarbeitung befindet und, so hoffen wir; spätestens im Jahr 2010 wieder in Betrieb gehen wird.

Für Reiseunternehmen, Besuchergruppen oder Firmenveranstaltungen bieten wir in Röbel einen besonderen Service. Näheres hierzu finden Sie ebenfalls unter dem Menüpunkt "Touristik / Veranstaltungen"

Voraussichtlich ebenfalls im Sommer 2009 wird auch der von Vereinsmitgliedern aufgearbeitete Wohn- und Schlafwagen fertiggestellt sein, so dass wir dann auch Übernachtungsmöglichkeiten insbesondere für Fahrradtouristen oder Wanderer anbieten können.

 

Bahnsteig im
Frühling
 

das Bahnmeister-
haus

So sah unser Bahnhof um das Jahr 1930 aus

 

und so ist er heute

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