Unser Name
warum unser Vereinsname so eigenartig klingt und geschrieben wird
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Um 1890 gab es zahlreiche Varianten und Projekte, um auch die Stadt Röbel (Müritz) endlich an das sich entwickelnde Eisenbahnnetz in Deutschland und speziell in Mecklenburg anzuschließen. (Alle Nachbarstädte von Röbel, außer Freyenstein, hatten bereits seit Jahren bzw. Jahrzehnten eine oder mehrere Bahnlinien eröffnet, Waren z.B. schon seit 1879.) Nach endlosen Debatten unserer Stadtväter, verbunden mit einem umfangreichen Schriftverkehr, wurde schließlich entschieden, eine Stichbahn zu bauen und zwar von Ganzlin nach Röbel (Ausrichtung Hamburg). Unsere Stadtväter ließen den Bahnhof aber sicherheitshalber in relativ großem Abstand (ca. 1 km) zur Stadt projektieren und anlegen (auch im Gegensatz zu den Nachbarstädten). Nach eingehender Prüfung und Abnahme der fertiggestellten Strecke konnte der planmäßige Güterverkehr am 05.04.1899 aufgenommen werden. Am 01.05.1899, mit der Einführung des damaligen Sommerfahrplanes, befuhr dann auch der erste Personenzug die neue Strecke. Aus sicherem Abstand wurde das neue fauchende und zischende Ungetüm durch die Einwohner von Röbel und Umgebung beobachtet. Ehrfurchtsvoll fragte ein Einheimischer den Lokführer, w i e die neue Bahn denn heissen würde. Für sein Verständnis hatten alle höheren Schöpfungen natürlich einen Namen: Menschen, Tiere und nicht zuletzt auch die Eisenbahn. Durch den Abstand und das Zischen der Dampflok hatte der Lokführer aber verstanden, was an dem Tag schon viele Leute gefragt hatten, nämlich w o h i n der Zug wohl fahren würde. Also antwortete er (natürlich auf plattdeutsch): "Hei ? Na Ganzlin !" ("Er ? Nach Ganzlin!") Der Bauer verstand aber im Sinne seiner gestellten Frage "Heiner Ganzlin" und ging heim, berichtete über die neue Bahn und ihren Namen. Der verbreitete sich rasch. Der Volksmund verpasste also unserer Eisenbahn diesen Spitznamen, der sich bis heute so gehalten hat. Unter Bezugnahme auf den plattdeutschen Ursprung und abgeleitet vom praktischen Leben der Menschen (der exakte Name im Ausweis ist das eine und der Rufname das andere) gaben wir unserem Verein also den Namen "Hei Na Ganzlin". Unsere Bahn aber soll mindestens noch die nächsten 100 Jahre "Heiner Ganzlin" heissen und als Eisenbahn wirklich und sinnvoll exisieren. Dafür setzen wir uns ein. Vielleicht helfen Sie mit? P.S.: heute lebenden Röbeler Bürgern war der echte Ursprung von "Heiner Ganzlin" leider nicht mehr bekannt. Wir verdanken aber Frau Gisela Witt (+) aus Walow (Tochter des ehemaligen Vorstehers des Bahnhofs Röbel (Meckl) bis Mai 1945, Herrn Külz (+)), einige Teil- und Hintergrundinformationen, auf deren Grundlage wir diese Geschichte rekonstruieren konnten. |